LOD

Level Of Development LOD

Im Bereich des Building Information Modeling (BIM) beschreibt der LOD (Level of Development) den Reifegrad eines digitalen Bauteils. Für Architekten ist das entscheidend, um Verträge präzise zu steuern und die Erwartungshaltung bei der Fachplanung zu klären.


Man unterteilt den LOD meist in zwei Komponenten:

  1. LOG (Level of Geometry): Der grafische Detaillierungsgrad.
  2. LOI (Level of Information): Die begleitenden alphanumerischen Daten (Material, Kosten, Brandschutzklasse etc.).

Die LOD-Stufen im Überblick #

Stufe Bezeichnung Fokus für den Architekten
LOD 100 Vorentwurf / Konzept Grobe Massenstudie und Platzhalter. Das Objekt ist grafisch nur schematisch dargestellt.
LOD 200 Entwurf Bauteile mit ungefähren Abmessungen, Form und Lage. Ein Fenster ist z. B. eine einfache Öffnung oder Fläche.
LOD 300 Genehmigungs-Planung Präzise Geometrie und Position. Bauteile sind spezifischen Systemen zugeordnet (z. B. “Stahlbetonwand 20cm”).
LOD 350 Zusatz-Informationen Strukturelemente (Beschläge, Verbindungen, Bolzen) Installationen (mechanische und elektr. Leitungen)
LOD 400 Ausführungs-Planung Werk- und Montageplanung. Details wie Bewehrung, Anschlüsse oder spezifische Montageanleitungen sind enthalten.
LOD 500 As-Built (Bestand) Die “Wie-gebaut-Dokumentation”. Das Modell spiegelt die exakte Realität nach der Fertigstellung wider (inkl. Wartungsdaten).

Ergänzende Definition: 1

Wichtige Praxishinweise #

  • Vermeide “Overmodeling”: Ein zu hoher LOD in frühen Phasen frisst Zeit und macht das Modell schwerfällig. Zeichne in der Entwurfsphase nicht jede Schraube (LOD 400), wenn eine einfache Linie (LOD 200) reicht.
  • Vertragliche Relevanz: Der LOD sollte immer im BAP (BIM-Abwicklungsplan) definiert sein, damit klar ist, wer wann welche Information liefern muss.

Merksatz: Der LOD definiert nicht, wie hübsch das Modell aussieht, sondern wie sehr man sich auf die enthaltenen Informationen verlassen kann.